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November 2016: Runder Tisch Rummelsburger See

Mit dem Konzept zur Stralauer Seite kam es, bedingt durch eine längere Krankheit des Gutachters, zu Verzögerungen. Mittlerweile ist das Kozept aber beim Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg angekommen und wird durch verschiedene Abteilungen geprüft. Anschließend soll es dem Runden Tisch und der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Der Termin wird noch bekannt gegeben.

Es wurden am 22-Stunden-Anleger auf der Lichtenberger Seite eine Stele erneuert. Der Text darauf wurde aktualiesiert. Dadurch findet auch die bisher erfolgreiche Arbeit des Runden Tisches Erwähnung. Die Arbeit geht aber noch ein bischen weiter (s.o.).

Hier ein paar Bilder der Stele mit den Hinweisen auf den Runden Tisch:

 

       

Der Bezirk hat dazu eine Presseerklärung erstellt:  

 

http://www.berlin.de/ba-lichtenberg/aktuelles/pressemitteilungen/2016/pressemitteilung.531060.php

 

Oktober 2016: Müll im Kiez

Den Kiezbeirat erreichte eine empörte Mail eines Anwohners:

"Ich bin Anwohner der Rummelsburger Bucht, Lichtenberger Seite, und verfolge mit sehr großem Interesse Ihre Arbeit. Vielen Dank dafür, ich denke sie ist sehr wichtig für die Bucht und die Anwohner!

Ein Thema, welches mit schon längere Zeit ärgert, ist das Thema Müll. Gerade an der nördlichen, lichtenberger Seite hat die Vermüllung Ausmaße angenommen, die mich am gesunden Menschenverstand zweifeln lassen. Die Freifläche des ehemaligen Fußballplatzes ist/war ein Geschenk für die Anwohner. Wo sonst gibt es etwas vergleichbares? 

Da ich, wie viele an der Bucht, einen Hund habe, bin ich oft dort unterwegs. Der Anblick heute Abend macht mich wütend und fassungslos über die Ignoranz von Nutzern der Freifläche. Am Samstag war dort ein Pavilion aufgebaut, in dem eine Gruppe von Mädchen einen 18'ten Geburtstag gefeiert hat. Ich war zufällig an dem frühen Abend auch dort mit dem Hund. Heute, am Dienstag Abend bot sich dort ein Bild, welches mit nur noch stinkwütend macht. Der komplette Müll der Feier, incl. Pavilion und '18' Schildchen liegt dort verstreut, teilweise verwesende Abfälle, Flaschen, Kuchenreste, Säcke, einfach alles was für die Feier genutzt wurde. 
Ich frage mich wirklich ob diese Menschen überhaupt noch nachdenken oder sich um irgendwas Gedanken machen. Jeder war jung, jeder feiert gern. Warum muss aber alles dort entsorgt werden? Diese Ignoranz macht mich rasend.

Ich weiß natürlich dass Sie das nicht beantworten können. Allerdings bin ich mir sicher, dass auch andere Anwohner das ähnlich sehen wie ich. 

Eventuell kann das Thema über die Rubu thematisiert werden."

Der Empörung des Anwohners können wir uns vollständig anschließen. Es ist schlichtweg eine Sauerei, was dort geschieht. Wir vom Kiezbeirat können da allerdings wenig unternehmen. Z.Zt. wird auf dem Platz an der Kynaststraße allerdings das Palazzo-Zelt wieder aufgebaut. Das hilft vielleicht etwas. Ansonsten besteht die Hoffnung, dass nach der Festlegung des B-Plans (voraussichtlich im Frühjahr 2017) der Bereich durch die Bebauung zivilisiert wird.

Unser Kiez-Polizist gibt den Status der Vermüllung übrigens an die Gesellschaft, die das Grundstück für den Senat verwaltet, regelmäßig weiter.

Juli 2016: Entwicklungskonzept in der BVV

In der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) vom 14. Juli wurde das Entwicklungskonzept verabschiedet. Eine Woche vorher hatte der Ausschuss für Ökologische Stadtentwicklung der BVV die Annahme einstimmig empfohlen. Die Beschlussempfehlung des Bezirksamtes enthält alle Punkte des Entwicklungskonzeptes. Der in der Drucksache DS/2074/VII aufgeführte Anhang entspricht inhaltlich in allen Punkten dem Entwicklungskonzept, so wie es von dem Runden Tisch beschlossen wurde. Der Kiezbeirat sieht dies als großen Erfolg an und begrüßt die Entscheidung. Nun kommt es darauf an, wie das Konzept umgesetzt werden kann.

April 2016: Entwicklungskonzept Rummelsburger See

Bei der 8. Sitzung des Runden Tisches Rummelsburger See stellte die Arbeitsgemeinschaft den Entwurf für das Entwicklungskonzept für unseren See (Lichtenberger Seite) vor. Das Konzept fand bei den Mitgliedern große Zustimmung. Einige wichtige Stichpunkte vorab: 

  • Die großen Schiffe, insbesondere der Verkehr von Fahrgastschiffen, sollen aus dem See raus gehalten werden.
  • Auch der Fahrgastanleger solle langfristig verlegt werden.
  • Das Biotop im Norden des Sees sollte geschützt und mit einem Kleinen Zaum umgeben werden.
  • Der Weg am Paul- und Paula-Ufer sollte für Radfahrer und Fußgänger getrennt werdende. Zumindest sollte die Trennung markiert werden.
  • Vor der Spundwand an der Promenade sollten Pontons angebracht werden, die eine Begehung des Publikums und einen Zugang zum Wasser ermöglichen.
  • Der BCR könnte seine Liegeplätze verdoppeln. Weitere Stege am See sollten nicht entstehen.
  • Doe Palisaden vor dem Röhricht sollten erneuert werden. Der Zugang zu dem Biotop dahinter sollte von der Seeseite nicht möglich sein.
  • Die Spundwand, die den See von der Spree trennt, wird wahrscheinlich erst einmal erhalten bleiben. Das fällt aber nicht in die Zuständigkeit des Bezirks.
  • im Bereich der Binnenreederei (Gustav-Holzmann-Straße) sollten Parkplätze geschaffen werden. Im weiteren Verlauf könnte man durch einen Steg eine weitere Zugänglichkeit zum See schaffen.
  • Im Bereich der Alten Flussbadeanstalt könnten weitere Stege für Sportboote und für Fahrgastschiffe entstehen. Auch ein Fährbetrieb nach Stralau oder Treptow sei denkbar.
  • Im weiteren Bereich des Vattenfallgeländes könnten Parklandschaften geschaffen werden. Eine Duchwegung zur S-Bahn (Betriebsbahnhof Rummelsburg) ist langfristig vorstellbar.
  • Das Land Berlin sollte den See übernehmen.

Die Präsentation zu dem Konzept können Sie hier einsehen.

Das Entwicklungskonzept ist allerdings mit dem Bezirk noch nicht offiziell abgestimmt. Es müssen dort noch einige Stellen beteiligt werden. Es ist geplant, dass die BVV das Konzept noch vor den Wahlen verabschiedet. Da es auch dann keine Gesetzeskarft entfaltet, will sich der Bezirk dann freiwillig daran binden.

 

Februar 2016 Planungswerkstatt zum Rummelsburger See

Das Bezirksamt lädt ein zu einer Bürgerversammlung. Hierbei soll auf möglicht breiter Basis ermittelt werden, welche Wünsche die Anwohner zur Entwicklung des Rummelsburger Sees haben. Die Ergebnisse sollen in das Entwicklungskonzept einfließen, dass eine Arbeitsgemeinschaft aus 3 Planungsbüros im Auftrag des Bezirksamtes erstellt.

Termin:  

Freitag, 12. Februar, um 18 Uhr

Aula der Schule an der Victoriastadt,

Nöldnerstraße 44, 10317 Berlin


Der Runde Tisch Rummelsburger See wird dies dann voraussichtlich im April diskutieren.

 

26.11.2015: RuBuS - Sedimente im Rummelsburger See

Unter diesem Titel lief ein Projekt der FU Berlin, mit der Aufgabe, die Sedimente im Rummelsburger See zu untersuchen. Die Ergebnisse waren z.T. überraschend. Es wurden deutlich mehr Sedimente gefunden, als erwartet: 14.000 Tonnen pro Jahr! Das meiste davon durch Aufwirbelung vom Seeboden. Die Schadstoffkonzentrationen überschreiten die Grenzwerte sowohl bei Schwermetallen als auch bei organischen Verbindungen deutlich (z.T. bis zum 6-fachen). Aufwirbelungen durch Fahgastschiffe beim Anlegen sind deutlich messbar. Die Verteilung der Schadstoffe ist sehr unterschiedlich, aber überall zu hoch. Eine Total-Reinigung wäre mit Gesamtkosten von ca. 250 Mio € zu hoch. Der Senat macht sich Gedanken über Lösungsmöglichkeiten.

Die Präsentationen können Sie hier einsehen:

Einfühung in die Problematik. 

Sedimentdynamik und -analyse.

Am 16. Januar erschien in der Berliner Zeitung ein Artikel zu den Sedimenten. Zu den Ergebnissen habe ich die unterschiedlichsten Mitteilungen bekommen.  

November 2015:  Runder Tisch Rummelsburger See: Zwischenbericht Entwicklungskonzept

Beim Runden Tisch Rummelsburger See am 03.11. wurde der Zwischenbericht des Entwicklungskonzepts vorgestellt. Er kann hier eingesehen werden. S. auch Protokolle. 

September 2015: Runder Tisch Rummelsburger See: Entwicklungskonzept beauftragt

Das Bezirksamt Lichtenberg hat das Entwicklungskonzept für den Rummelsburger See beauftragt. Es wurde eine Arbeitsgemeinsacht ARGE Lichtenberger Spree berücksichtigt. An dieser sind 3 Planungsbüros beteiligt:

- Planungsbüro Cassens+Siewert für die Landschaftsplanung

- BSM für die Stadtplanung

- ökoplan für die Natur, insbesondere die Fauna

Die Arbeitsgemeinschaft stellte am 2.9.2015 die Ausgangslage dar. Die Präsentation können Sie hier ansehen.

 

 

Juni 2015: Runder Tisch Rummelsburger See

Erfreulich: der Bezirk hat einen neuen Moderator für den Runden Tisch beauftragt. Am 2.6.2015 fand die 5. Sitzung dieses Germiums statt. Ebenfalls erfreulich: der Bezirk hat die Anregungen des Workshop vom 25. November 2014 aufgenommen und in der Aufgabenstellung für ein Nutzungskonzept des Sees integriert. Nun wird die Erarbeitung ausgeschrieben. Weniger erfreulich ist das aus unserer Sicht nicht nachvollziehbare Abstimmungsverhalten. So wurde eine Änderung der Geschäftsordnung, die die Moderation des Runden Tisches regelt, nicht angenommen. Obwohl die Notwendigkeit eigentlich jedem einsichtig sein sollte. Außerdem konnte sich keine Mehrheit für einen Antrag finden, der das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg aufzufordern, sich an dem Konzept für den See zu beteiligen oder ein ergänzendes Konzept zu erstellen. Obwohl sich keiner der Mitglieder des Runden Tisches gegen diesen Antrag aussprach, stimmten 5 Stimmberechtigte dagegen. S. auch das Protokoll der 5. Sitzung

Entgegen der Aussage der Fachebene äußerte der Stadtbaurat von Friedrichshain-Kreuzberg, Herr Panhoff, dass er sich selbstverständlich an dem Konzept beteiligen würde. Er sogar verärgert über anders lautende "Gerüchte". Da muss er dann wohl mal bei seinen Mitarbeitern in der nachforschen.

Die Vergabe zur Erarbeitung des Nutzungskonzepts ist im Juli erfolgt. Eine ARGE "Lichtenberger Spree" hat den Auftrag erhalten. Am 2. September 2015 findet die nächste Sitzung des Runden Tisches statt. Die ARGE wird dort vertreten sein.

April 2015: Schutz des Ufers beschlossen

Auf Initiative des Kiezbeirats hat die BVV beschlossen, das NW-Ufer des Rummelsburger Sees entlang des Paul-und-Paula-wegs als Biotop unter Schutz zu stellen. Das Bezirksamt soll geeignete Maßnahmen ergreifen, z. B. einen Zaun errichten. Dieses Gebiet wird durch Partygänger und Angler sehr stark übergenutzt. Dabei halten sich hier seltene und geschützte Tiere auf. Der Beschlusstext wurde von uns in Zusammenarbeit mit dem NABU formuliert und von den Fraktionen der LINKEN und der GRÜNEN eingebracht. Er kann hier nachgelesen werden. Nun muss das Bezirksamt dies nur noch beschließen und ausführen!

März 2015: Biber an der Rummelsburger Bucht gesichtet

Die Uferbereiche von fließenden und stehenden Gewässern sind der Lebensraum vom Biber. Dieser zeigt sich mitunter sehr anpassungsfähig und siedelt in jüngster Zeit auch wieder an für ihn außergewöhnlichen Plätzen inmitten der Stadt.

Zum Jahreswechsel entdeckten die Mitglieder der Naturschutzwacht Lichtenberg Fraßspuren eines Bibers an der Rummelsburger Bucht. Kürzlich wurden weitere Sichtungen auf Friedrichshainer und Treptower Seite der Rummelsburger Bucht gemeldet. Damit ist nach acht Jahren wieder ein offizieller Nachweis für das Vorkommen des Bibers in Lichtenberg erbracht.

Seit ungefähr 20 Jahren breitet sich die größte einheimische Nagerart im Stadtgebiet Berlins wieder aus. Mitte des 20. Jahrhunderts war sie in Deutschland fast ausgerottet, doch dank einer Vielzahl durchgeführter Schutzmaßnahmen erholte sich die Population. Junge Biber wandern auf der Suche nach eigenen Revieren auch in das Berliner Stadtgebiet ein und siedeln sich an. Bevorzugt sind dabei naturnahe Uferbereiche, doch der Biber nimmt auch städtisch geprägte und weniger ungestörte Gebiete für sich in Anspruch.

„Die Ausbreitung des Bibers ist der Beleg für funktionierenden Arten- und Naturschutz und damit ein besonderer Erfolg für die Menschen und Institutionen, welche sich jahrelang mit großer Tatkraft für seinen Schutz und den seines Lebensraums eingesetzt haben. Dank des Einsatzes der Ehrenamtlichen bei der Naturschutzwacht werden diese aktuellen Entwicklungen registriert“, würdigt Wilfried Nünthel (CDU), Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, das Engagement aller Beteiligten.

An der Natur interessierte Bürgerinnen und Bürger können auch selbst einen Beitrag leisten und ihre Beobachtungen von Wildtieren über ein Internetformular mitteilen unter dem Link:

www.berlin.de/ba-lichtenberg/freizeit/gruen/kontakt.php

Wissenswertes zum Biber:

Quelle: Wikipedia unter http://de.wikipedia.org/wiki/biber

„[Der Körperbau des Bibers] ist dem Leben im und am Wasser ausgezeichnet angepasst (Kelle als Steuer und Antriebsruder, Schwimmhäute an den Hinterfüßen, bis zu 23.000 Haare pro Quadratzentimeter Körperoberfläche und 12.000 Haare pro Quadratzentimeter am Rücken, Möglichkeit das Fell einzufetten, Geschlechtsorgane im Körperinneren, effiziente Ausnutzung des Sauerstoffs, wodurch er bis zu 20 Minuten lang tauchen kann).

Biber leben monogam. Das Revier einer Biberfamilie, die aus dem Elternpaar und zwei Generationen von Jungtieren besteht, umfasst je nach der Qualität des Biotops etwa 1 bis 3 Kilometer Fließgewässerstrecke. Die Reviergrenzen werden mit dem sogenannten Bibergeil, einem öligen Sekret aus einer Drüse im Afterbereich, markiert und gegen Eindringlinge verteidigt.

Im Biberbau – der Biberburg – leben die Altbiber mit bis zu vier Jungen, oft noch mit Jungtieren aus dem Vorjahr. Im Mai wird der behaarte und von Geburt an sehende Nachwuchs geboren, davor müssen die vorjährigen Jungen den Bau verlassen haben. Die jungen Biber sind anfangs wasserscheu, werden aber von der Mutter einfach ins Wasser geworfen und so an das Leben im Wasser gewöhnt. Nachdem sie in der Regel zwei Monate lang von der Mutter gesäugt wurden, erlangen sie nach etwa drei Jahren die Geschlechtsreife. In dieser Zeit werden sie von den Eltern aus dem Revier vertrieben und können dann über 100 km weit wandern. Im Mittel liegt die Wanderstrecke bei 25 km. Jetzt suchen sie sich einen Partner und gründen selbst ein Revier.

Der Biber ist ein reiner Pflanzenfresser. Er bevorzugt Kräuter, Sträucher, Wasserpflanzen und Laubbäume, wie Espen, Erlen und Pappeln. Von den von ihm gefällten Bäumen verzehrt er die Zweige, die Astrinde und die Blätter. Eigentlich ist er jedoch ein pflanzlicher Allesfresser, er ernährt sich auch von Gräsern und Schilf. Der Biber verwendet beim Abholzen eine „Sanduhrtechnik“ – dabei wird das Holz in Form einer Sanduhr benagt, bis der Baum fällt. Je nach Härte des Holzes kann ein Biber in einer Nacht einen bis zu 50 cm dicken Baum fällen.

Biber halten keinen Winterschlaf, sondern sind auch im Winter im Wasser und an Land aktiv und auf Nahrungssuche. Als zusätzlichen Nahrungsvorrat lagern die Biber im Herbst direkt vor dem Eingang der Burg Zweige und Äste. Wenn die Wasseroberfläche mit dickem Eis bedeckt ist und die Biber gezwungen sind, in der Burg zu bleiben, können sie die gelagerten Äste tauchend erreichen und sich von der Rinde ernähren. Im Winter (Januar bis Februar) findet auch die Paarung statt.

Die Biberbauten bestehen aus Wohnbauten und Biberdamm, teils ins ufernahe Erdreich gegraben, teils aus herbeigeschlepptem Baumaterial errichtet: lose (abgenagte) Äste, Zweige, Steine, Schlamm und durch den Biber gefällte Bäume bis zu einem Stammdurchmesser von 80 cm.“

 

Februar 2015Zur Reinigung des Ruschegrabens

Der Druck nimmt zu. Das Bezirksamt bekommt immer neue Anfragen und Anträge zur Reinigung des Ruschegrabens. Die Anfrage der GRÜNEN vom 20.10.2014 (KA/0472/VII) ist immer noch nicht beantwortet. Dabei geht es neben Detailfragen auch um Fehleinleitungen, die möglicherweise der Grund für viele Schmutzfrachten sind. 

Die LINKEN habe einen Antrag in die BVV eingebracht, in dem es auch um die Fehleinleitungen geht. Darüber hinaus wird das Bezirksamt aufgefordert, sich bei den Berliner Wasserbetrieben (BWB) dafür einzusetzen, dass 2 Regenwasseranlagen schnellst möglich "ertüchtigt" werden, um die Einleitungen zu reinigen.

Im Abgeordnetenhaus des Senats brachen zwei Vertreter unseres Bezirks (H. Wolf und K. Lompscher, beide DIE LINKE) auf unsere Initiative eine Anfrage (S17-15299) zu Reinigungsmöglichkeiten des Ruschegrabens ein. Besonders interessant an der Antwort ist, dass eine Versickerung von Regenwasser, wie sie in unserem Gebiet längst üblich ist, auch in Bestandgebieten möglich wäre. Dies ist nach Berliner Wassergesetz möglich. Dazu müsste man eine Rechtsverordnung erlassen. Es kommt also auf den politischen Willen an. Eine dezentrale Reinigung ist möglicherweise sogar kostengünstiger, da dann im Mündungsbereich aufwändige Baumaßnahmen eingespart werden könnten.

Wir bleiben an diesem Problem dran und werden weiter darüber informieren.

September 2014: Runder Tisch "Rummelsburger See" kommt ins Stocken?

Bei der 4. Sitzung des Runden Tisches kam es am Ende der Sitzung zu einem Problem (Protokoll s. hier): Ein Antrag verlangte, dass die Sitzungen ausgesetzt werden, bis das See- und Uferkonzept quasi fertig ist. Die Abstimmung fand in der Hektik des Aufbrechens der meisten Mitglieder statt. Einige waren vielleicht schon zu müde, um die Tragweite eines solchen Beschlusses abzuschätzen. Dieser betrifft nämlich die Aufgaben des Runden Tisches und erfordert gem, Geschäftordnung eine 2/3 Mehrheit, welche nicht zustande kam.
Abgesehen davon, ist noch nicht einmal klar, ob der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg bei der Erstellung des Konzeptes mitmacht; und kann dies noch dauern. Es muss dann erst ausgeschrieben und vergeben werden. Wie lange das dauert ist unklar. Und vorher muss geklärt werden, was der Inhalt sein soll. In einem Workshop haben Teilnehmer des Runden Tisches ihre Vorstellungen zusammen getragen (s. hier).
Darüber hinaus besteht noch ein weiteres Problen: Es muss eine neue Moderation gesucht werden. Frau Blodau von Stadtteilzentrum Karlshorst kann dies aus Zeitgründen nicht mehr weiter machen. Nun muss der Bezirk eine neue Moderation suchen.

September 2014: Chancen für eine öffentliche Toilette am 24h-Anleger

Das war ein langer Kampf. Beim Bürgerhaushalt hatten wir uns den Vorschlag einer öffentlichen Toilette am 24-Stunden-Anleger eingesetzt. Das Stadtteilzentrum hat diesen Vorschlag auch heftig unterstützt. So sind wir mit dem Vorschlag bei der Votierung auf Patz 3 unter den Top-10 gelandet. Leider spukten in den Köpfen mancher Bezirksverordneten noch immer die Zahl von 100.000 € herum. Dann kamen einige Verordnete auf die Idee, dass öffentliche Bedürfnisanstalten tatsächlich ein öffentliches Bedürfnis sind. Ist ja auch ganz richtig. Aber leider wurde das dann als Argument benutzt, sich gegen unseren Antrag auszusprechen. Dann könnte ja jeder kommen und eine öffentliche Toilette fordern! Der Umstand, dass es sich hier um einen konkreten Vorschlag für den Bürgerhaushalt handelt, zu dem eine Votierung stattfand, wollte manch einem Bezirksverordneten nicht in den Kopf.

Nun deutet sich eine Lösung an. Der Bezirk ist bereit, ein Experiment mit einer jungen Firma zu machen. Diese soll auch den Betrieb übernehmen. Die Modalitäten (Miete oder Kauf ...) müssen noch geklärt werden. Angeblich entstehen dem Bezirk nur Kosten von 2.000 €/Jahr. Unter diesen Bedingungen war auch der Ausschuss für Ökologische Stadtplanung bereit, dem Antrag zuzustimmen.

Wir hoffen, dass die Verhandlungen nun schnell und erfolgreich von statten gehen. Und dass das Experiment gut verläuft. Wenn möglich sollten die Anwohner ein Auge darauf haben, dass dies Experiment vor Vandalismus geschützt wird.

August 2014: Ökologischer Zustand des Rummelsburger Sees

Mit dem ergänzenden Unter-Titel aktuelle Gewässeruntersuchungen und Entwicklungsperspektiven fand am 27. August eine Informationsveranstaltung des Senats für Umwelt in der Thalia-Grundschule auf Stralau statt. Die Informationen zum Zustand des Sees waren ernüchternd bis erschreckend. Trotz aufwändiger Maßnahmen in den Jahren bis 2001 ist der See immer noch in einem beklagenswerten Zustand. Zwar ist der Sauerstoffgehalt nicht mehr problematisch. Daher wurde auch die Rohrleitung zur Belüftung abgebaut. Aber der Boden ist immer noch sehr belastet. Zum Sediment und zu dessen Entwicklung wird zur Zeit im Rahmen eines Projetes untersucht. Aus dem Ergebnis sollen 2015 Maßnahmen abgeleitet werden.

Der Nordwest-Bereich des Sees, auch ein stark belasteter Bereich, soll eine besondere Maßnahme erfahren. Dafür werden 3 Testfelder angelegt. Hier soll der Boden abgedeckt werden.

Der Schadstoffeintrag durch den Ruschegraben ist ein spezielltes Thema hier gehen die Vorstellungen noch sehr auseinander. Das Bezirksamt, getrieben vom Senat für Stadtentwicklung, und die Anwohner, unterstützt vom NABU, haben dabei sehr unterschiedliche Zielsetzungen.

Die Vorträge der Informationsveranstaltung finden Sie auf der Internetseite des Senats unter:

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/wasser/rummelsburger_see/index.shtml

 

Juni 2014: Runder Tisch - Lanschaftsschutzgebiet und See- und Uferkonzept

Bei seiner 2. Sitzung beschäftigte sich der Runde Tisch "Rummelsburger See" hauptsächlich mit zwei Themen:

1. Der Bedeutung eines Landschaft Schutzgebietes (LSG) und

2. Der Fortschreibung des sog. "See- und Uferkonzeptes"

Zum LSG wurde der langwierige Prozess dargestellt und von Frau Will vom Umweltamt Lichtenberg festgestellt, dass eine Ausweisung des Rummelsburger Sees kaum Chancen auf Realisierung hat.

Eine Fortschreibung des "See- und Uferkonzeptes" wurde vom Bezirksamt voran getrieben. Dafür wurde ein exterens Büro beauftragt. Dies geschah, obwohl man bei der Gründung des Runden Tisches ausch seitens des Stadtrates der Meinung war, dass dies ein Thema für den Runden Tisch sei. Dem entsprechend wurde das vorgestellte Verfahren von den Mitgliedern auch einhellig zurück gewiesen.

Ausführliche Informationen finden Sie unter Protokolle.

März 2014: Konstituierende Sitzung zum Runden Tisch

Die Konstituierende Sizung für den Runden Tisch "Rummelsburger See" wird am 14. April im Nachbarscahftzentrum "Altes Lazarett", Erich-Müller-Straße 9, 10317 Berlin, ab 19:00 Uhr stattfinden. Die Sitzung ist öffentlich. Die offizielle Einladung erfolgt über das Bezirksamt. Stimmberechtigt sind die geladenen Mitglieder.

Als Tagesordnungspunkte sind vorgesehen: Die Verabschiedung einer Geschäftsordnung und eine erste Diskussion über die anstehenden Aufgaben.

Februar 2014: Runder Tisch zum Rummelsburger See wird vorbereitet

Der Zustand und die Nutzung des Sees machen vielen Anwohnern Sorgen. Nachdem der Antrag von Bündnis90/Die Grünen und deren Informationsveranstaltung, den See zum Landschaftsschutzgebiet zu erklären, im letzten Jahr viel Kritik eingebracht hat, hat der Kiezbeirat beschlossen, einen Runden Tisch zu allen Problemen, die den See betreffen, zu organisieren. Parallel dazu haben die Grünen ihren Antrag überarbeitet und darin auch gefordert, dass der Bezirk einen Prozess einleitet und dabei ebenfalls einen Runden Tisch ins Leben ruft. Dieser Antrag wurde im Ausschuss für Umwelt einstimmig angenommen.

Wir begrüßten diesen Ansatz und boten dem Bezirk unsere aktive Mitarbeit an. Erste Vorbereitungen sind angelaufen. Das Stadtteilzentrum wird die Leitung für den Runden Tisch übernehmen. Tatsächlich wird der Kiezbeirat einen großen Teil der organatorischen Arbeit dazu beisteuern.

Bisher sind folgende Themen vorgesehen:

  • Erarbeitung eines Nutzungskonzeptes für den See
  • Überarbeitung des Steg-Konzepts ("Konzeption Schiffsliegeplätze im Spreeraum")
  • Schutz der Biotope am Uferbereich (z.B. Bolleufer)
  • Noch vorhandene Kontamination des Sees (laufendes Monitoring durch den Senat) und Möglichkeiten für die Beseitigung der Verunreinigungen bzw. Minderung
  • Einleitung von Oberflächen- und Regenwasser (z.B. Ruschegraben und Marzahn-Hohenschönhauser Grenzgraben) und geplante Reinigung dieser Einleitungen
  • Begleitung und Einbeziehung bisheriger und aktueller Untersuchungen zum Zustand des Sees
  • Moratorium zur Genehmigung zusätzlicher Steganlagen, insbesondere mit kommerziellen Grundlage
  • Verhinderung der Nutzung der Uferwände durch Dauerlieger und Wohnschiffe
  • Verhinderung der Nutzung des 24-Stunden-Anlegers durch Dauerlieger
  • Vermeidung von Lärmbelästigung durch Grillboote und Musikdampfer
  • Zukunft des Jugendschiffs („Freibeuter“)
  • Verbot bzw. Warnung vor Badebetrieb angesichts der noch vorhandenen Kontamination

Tote Bäume an der Promenade

18.06.2013: Eine Anfrage erreichte uns zu dem Zustand der Bäume entlang der Promenade an der Rummelsburger Bucht. Wir erhielten vom zuständigen Bezirksstadtrat Herrn Nünthel folgende ausführliche, wenn auch nicht 100%-ig zufriedenstellende Auskunft:

"Die Bäume auf der Nordseite des Rummelsburger Sees sind 1999 gepflanzt worden. Der Baumbestand weist seit geraumer Zeit erhebliche Kronenschäden auf. Schon kurz nach der Pflanzung  der Ahornbäume 1999 wurden durch das Pflanzenschutzamt erhebliche Mängel festgestellt, wie zum Beispiel Blattaufhellungen, Blattnekrosen verursacht durch ein zu tiefes Pflanzen der Bäume. Die derzeitige Situation zeigt Kronenausfälle, die Bäume sind vergreist, ein Zuwachs findet nicht statt. Es ist zu vermuten, dass die vergreisten Bäume sich auch in den Folgejahren nicht erholen werden. Für ein Höhersetzen der Bäume ist der Zeitpunkt zu spät. Von einem Austausch der Bäume mit der gleichen Baumart ist abzuraten auf Grund des  Befalls mit einem Welkeerreger. Vom damaligen Amt für Umwelt und Natur wurde ein kompletter Austausch des Baumbestandes vom Treuhänderischen Entwicklungsträger des Landes Berlin Wasserstadt GmbH  gefordert. Die Leistungen sind auf Grund fehlender finanzieller Kapazitäten nicht erbracht worden. Das Tiefbau- und Landschaftsplanungsamt favorisiert als Lösung den Komplettaustausch  des Baumbestandes mit einer anderen Baumart. In der gegenwärtigen Situation ist auf Grund fehlender finanzieller und personeller Kapazitäten diese Lösungsvariante nicht ausführbar.

Es besteht nur die Möglichkeit eine Schönheitskorrektur durch Baumschnitt durchzuführen, welcher die Vitalität der Bäume nicht wesentlich beeinflussen wird. Einzelne Nachpflanzungen sind nicht vorgesehen, da das geplante einheitliche Erscheinungsbild so nicht erreicht werden kann. Das Tiefbau- und Landschaftsplanungsamt plant den Ersatz der Bäume im Rahmen der Investitionsplanung für 2017/2018 anzumelden."

Der ökologische Zustand des Rummelsburger Sees

Immer wieder wird gefragt, ob man im Rummelsburger See baden könne und wie die Qualität bzw. die Belastung des Wassers ist. Dazu wurde 2010 eine Kleine Anfrage durch die SPD Abgeordnete Birgit Monteiro gestellt. An dem Zustand des Wassers dürfte sich nicht viel geändert haben. Die Antworten können Sie hier lesen.

Eine aktuelle Auskunft vom 27. September 2012 über den Zustand der Rummelburger Bucht und die geplanten Aktionen finden Sie hier.  Darin heißt es zum Thema Baden: Bakteriologisch weist der See keine Badewasserqualität auf. Er ist nicht als Badegewässer gemäß der Badegewässerverordnung ausgewiesen.

Zum Baden eignet sich der See auch aus einem anderen Grund nicht. Schuld daran ist die ungeklärte Einleitung von Regenwasser durch den Ruschegraben. Dazu heißt es in der aktuellen Auskunft (s.u.): Sonderuntersuchungen der Berliner Wasserbetriebe haben gezeigt, dass über den Ruschegraben relevante Einträge an Schwermetallen und anderen Schadstoffen in den Rummelsburger See erfolgen. Regelmäßige Untersuchungen werden nicht durchgeführt.

Noch ein Zeitungsartikel, der einige Hintergründe beleuchtet: ein Bericht aus dem Jahre 1995 aus der Berliner Zeitung.

 

Naturerlebnis am Rummelsburger See – Wir erkunden die Vogel- und Insektenwelt

Eine Führung für Kinder zum Kennenlernen der Natur- und Pflenzenwelt an der Rummelsburger Bucht fand am 02.September statt. Veranstalter war der NABU. Die sachkundigen Führer sind Anja Wolters, Thomas Büchner, Dirk Steins und Jonathan Neumann. Die Beteiligung war so rege, dass 2 Grruppen gebildet werden mussten. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg.

Eröffnung unseres Naturlehrpfads an der Rummelsburger Bucht

Die NABU Naturschutzgruppe "Biber und naturnahe Spree" eröffneten am 17.03.2012 in Beisein des Bezirksbürgermeisters, Herr Geisel, einen Naturlehrpfade. Dieser wurde aus Mitteln des Kiezfond-Projekts realisiert und in Zusammenarbeit mit dem Umwelt- und Naturschutzamt Lichtenberg erarbeitet. 

Zum Projekt: Der Lehrpfad wird aus sechs Informationstafeln und einemSchaukasten bestehen und entlang des Biotops an der Rummelsburger Buchterrichtet. Die Aufstellungsgenehmigung des Bezirksamts Lichtenberg liegt vor.

NABU Gruppe "Biber und naturnahe Spree" aktiv

Auch im Jahr 2011 war die NABU Gruppe wieder sehr aktiv an der Rummelsburger Bucht. Führungen am "Langen Tag der Stadtnatur" bis zum "Solaren Sonnabend" konnten viele interessierte Anwohner und Besucher für unsere Bucht begeistern. Auch der Vogel des Jahres 2011, der jährlich vom NABU ausgewählt wird, der seltene Gartenrotschwanz, brütete bei uns in der Bucht. Neben Zählungen und Kartierungen der Fauna und Flora hat die Gruppe auch die Silberweide an der Rundbank gepflanzt sowie Ambrosiapflanzen auf dem Trockenrasen entfernt. Auch die Betreuung der beiden Inseln Kratzbruch und Liebesinseln trägt Früchte, ein erstes Gutachten des Amtes für Umwelt und Natur Friedrichshain-Kreuzberg wurde vorgestellt. Die ersten Renaturierungsphase könnte schon Anfang 2012 starten. Auch im Kiezbeirat ist der Naturschutz fester Bestandteil. Bei Fragen wenden sie sich an Dirk Steins, dirk.steins@nabu.de 

 

Bilder zum Fischotter an der Rummelaburger Bucht

Der Fischotter zu Wasser ...

 

und zu Land.

 

 

 

November 1999 bis Dezember 2001
wurden Maßnahmen zur ökologischen Restaurierung des Rummelsburger Sees durchgeführt. In diesem Rahmen wurden folgende Teilprojekte durchgeführt:

  • Errichtung eine Spundwand
  • Munitionssuche und -bergung
  • Teilentschlammung
  • Sedimentkonditionierung durch Zugabe von Eisenpräperaten und Kalziumnitrat
  • Pneumatische Destratifikation durch perforierte Rohre, durch die das Wasser mit Sauerstoff angereichert wird.
Eine umfangreiche Dokumentation kann hier eingesehen werden

 

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Kiezbeirat Rummelsburg | info@rubu.de